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Agatha Christie – Vier Frauen und ein Mord

Mrs. McGinty ist tot.

Wegen 30 Pfund, versteckt unter den Dielen der Wohnung, ermordete ihr Untermieter Bentley die reizende ältere Dame. Die Hinrichtung des Mannes soll bald erfolgen, auch wenn dieser vehement seine Unschuld beteuert. Superintendent Spence sucht aufgrund seiner eigenen Zweifel den berühmten Detektiv Hercule Poirot auf, einen skurrilen und exzentrischen Belgier, mit einer ausgesprochenen Vorliebe für gutes Essen, heiße Schokolade und die schönen Dinge im Leben. Poirot fühlt sich von diesem scheinbar klaren, aber auffällig einfachen Mordfall angezogen und erklärt sich bereit die Ermittlungen zu übernehmen.

Angekommen in Broadhinny quartiert er sich im örtlichen Gasthof ein und widmet sich sofort der Aufklärung des Falles. Die tote Mrs. McGinty (wie wunderbar sich dieser Name aus dem Mund Oliver Kalkofes mit Hercule Poirots Akzent anhört) war Putzfrau bei diversen Familien im Ort, aber ihre Arbeitgeber wollen nicht über sie sprechen und sind nebenbei noch vollkommen von Bentleys Schuld überzeugt.

Doch niemand hat damit gerechnet, dass Mrs. McGinty an der Aufklärung ihrer eigenen Ermordung aus dem Grabe beteiligt sein könnte. Ein Brief von ihr taucht auf, in dem sie sich über einen Zeitungsartikel auslässt. Dieser hat vier Frauen zum Thema, alle in mehr oder minder schwere, länger zurückliegende Verbrechen verwickelt. Mrs. McGinty hat eine dieser Frauen erkannt, schreibt aber nicht wen und wer es ist.

Poirots Feuer ist entfacht und er macht sich zusammen mit SI Spence daran herauszufinden, wen Mrs. McGinty erkannt hat. Sie suchen sich passende Frauen aus Broadhinny heraus und beginnen mit Charme trotz brenzliger Situationen für Leib und Leben in der Vergangenheit rumzuschnüffeln.


Ich liebe alte, englische Kriminalromane. Agatha Christie und Arthur Conan Doyle waren schon in meiner Jugendzeit meine Helden. Miss Marple, Hercule Poirot, Sherlock Holmes … diese Detektive erwärmen mein Herz jedes Mal aufs Neue und rufen in mir mehr Spannung hervor als jeder neue Bestseller-Thriller.

Mein Mann und ich hören gerne mal Hörbücher – bei längeren Autofahrten, aber auch mal zu Hause zum Zeitvertreib während wir unseren Hobbys nachgehen. Dieses Hörbuch war das erste nach etwas längerer Zeit – und es war ein Volltreffer. Typisch Agatha Christie, typisch Hercule Poirot. Erfrischend englisch mit dem französischen, Verzeihung, belgischen Hauch – treffend vertont von Oliver Kalkofe. Eine gute Stimme macht das ganze Hörbuch aus und er hat sie. Er spricht Hercule Poirot als hätte er nie etwas anderes gemacht und auch alle anderen Stimmen, die im Laufe der Erzählung ja auch immer mehr werden, trifft er auf den Punkt genau und jede Figur hat einen Wiedererkennungswert. Es gibt für mich selten Hörbücher, die mich die ganze Zeit über fesseln können – dieses konnte es.



Fans von unaufgeregten Krimis mit englischem Flair und einer mitreißenden, unverwechselbaren Stimme.


Hercule Poirot Hörbücher

Band 18

gelesen von Oliver Kalkofe

Verlag: der Hörverlag

Preis: 7,99 €

erhältlich als Audio-CD und Download

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