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Buchverfilmungen. Die Montagsfrage #3

Die Montagsfrage ist eine Aktion der Buchbloggerin Antonia von Lauter & Leise.


Diesen Montag dreht sich alles um die Frage:

Gab es schon einmal einen auf einem Buch basierten Film, den du besser fandest als das Buch?

Wer mir schon länger folgt, weiß, dass ich mit Buchverfilmungen so meine Probleme habe. Ich habe eine sehr aktive Fantasie, wenn es um Geschichten geht und meist passen die Bilder in meinem Kopf einfach nicht mit denen zusammen, die da über die Leinwand flimmern.

Daher fallen alle Verfilmungen im Fantasybereich von vornherein raus, denn gerade hier funktioniert es für mich am wenigsten.

Doch, man soll es kaum glauben, gibt es für mich wirklich eine Verfilmung, die mir besser gefiel als das Buch. Hierbei handelt es sich um eine Komödie aus dem Jahr 2006, mit Meryl Streep und Anne Hathaway in den Hauptrollen: „Der Teufel trägt Prada“.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Lauren Weisberger, erschienen im Jahr 2003.
Andy Sachs, frisch von der Universität, nimmt eine Stelle als zweite Assistentin der Chefredakteurin Miranda Priestly bei der Modezeitschrift Runway an. Eigentlich ist sie dafür völlig ungeeignet, denn sie hat von Mode keine Ahnung, versteht nicht, warum sich alle um diesen Job reißen würden und erst recht nicht, warum sie mit Kleidergröße 36 für zu dick gehalten wird.
Durch Nigel, den künstlerischen Leiter der Zeitschrift, findet sie sich langsam aber sicher in dieser Glamourwelt zurecht und passt sich nicht nur äußerlich den Gegebenheiten an. Sie schafft es, im Ansehen ihrer Kollegen und auch ihrer Chefin zu steigen – ihr Privatleben dagegen nimmt dafür immer mehr Schaden. Bald steht eine wichtige geschäftliche Reise nach Paris an, die Andys komplettes Leben verändern wird…

Der ein oder andere Leser meines Blogs mag sich jetzt fragen, wie ich denn bitte zu diesem Buch (oder Film) komme. Gute, und durchaus berechtigte, Frage, wenn man sich meine Lesevorlieben sonst so anschaut. Aber auch ich bin nicht vollkommen immun gegen lustige Wohlfühlfilmchen und -bücher. Daher habe ich damals den Film mehr als einmal (ja, es gab Freunde, die mich da dauernd reingeschleppt haben) gesehen und das Buch gelesen, nachdem ich erfahren habe, dass es eine Buchverfilmung war.

Zu dem Buch fällt mir allen Ernstes nur ein Wort ein: nett. Mehr war es nicht. Es war nichts besonderes, nicht herausragend gut, nicht übermäßig schlecht, es war einfach ein netter Zeitvertreib. Im Nachhinein würde ich sagen, dass ich es nicht unbedingt hätte lesen müssen.

Die, die beides kennen, werden wissen, dass auch in dieser Verfilmung teilweise massiv vom Buch abgewichen wurde. Hier ist dies aber auf eine Art und Weise geschehen, die der Geschichte mehr genutzt als geschadet hat. Der Film war komplett schlüssig, hat Spaß gemacht und war enorm gut besetzt. Anne Hathaway verkörpert die Protagonistin Andy auf so charmante und unschuldige Weise, dass man sie einfach mögen muss. Und Meryl Streep ist als Miranda Priestly einfach so passend besetzt, ich könnte mir keine bessere in der Rolle vorstellen. Sie verkörpert die Anlehnung an Anna Wintour, die Chefredakteurin der amerikanischen Vogue, glaubwürdig und packend. Die Figuren im Buch dagegen fand ich irgendwie blass. Natürlich habe ich mir Gedanken darüber gemacht, ob es daran lag, dass ich den Film zuerst gesehen habe. Aber ich bin nach Experimenten in der Hinsicht (ja, ehrlich!) der Meinung, dass dem nicht so ist. Bei anderen Buchverfilmungen war das Buch dennoch immer besser, egal, wann ich es gelesen habe.

Und das war er – mein erster Beitrag zur Montagsfragenreihe. Ich hoffe, ihr hattet genauso viel Freude daran wie ich, und besucht mich bald wieder auf meinem Blog.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Montagabend!

 

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