Bewegtbild,  Serie

Pretty Little Liars – Ich weiß, was ihr letzten Sommer getan habt, denn tote Mädchen lügen nicht…oder etwa doch?

Staffel 1

22 Folgen

auf Netflix verfügbar


In was man nicht alles reinschaut, wenn man mal Zeit dazu hat. Der Hype um Pretty Little Liars ist an mir vorbei gegangen, aber ich dachte mir, reingucken kann ja nicht schaden. Ich hab sowieso die Angewohnheit immer was nebenbei im Fernsehen dudeln zu lassen, wenn ich zu Hause bin. Daher war nun die erste Staffel von PLL fällig.


Alison, Aria, Emily, Hanna und Spencer – Freundinnen für immer und ewig. Wie das an der Highschool bei 15jährigen Mädels eben so ist. Bis etwas schreckliches passiert – Alison verschwindet nach einer Pyjama-Party spurlos. Kurz darauf zieht Aria mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder Mike für ein Jahr nach Island. In dieser Zeit entfernen sich die Freundinnen voneinander und verhalten sich fast wie Fremde.

Die erste Staffel setzt mit Arias Rückkehr nach Roosewood ein und wir lernen ihr Leben ein Jahr nach Alisons Verschwinden kennen. Aria traut sich nicht ihre ehemaligen Freundinnen von ihrer Rückkehr in Kenntnis zu setzen und trifft dafür in einem Pub auf einen anziehenden jungen Mann, dem sie schlecht widerstehen kann – ihr Glück, dass die Anziehung auch für Ezra Fitz auf Gegenseitigkeit beruht. Emily kommt auf dem Nachhauseweg von ihrem Schwimmtraining an Alisons altem Haus vorbei und trifft auf das neue Mädchen in der Stadt, Maya. Erfrischend offen und anders, lädt sie Emily gleich ein und unterhält sich mit ihr. Maya raucht gerne mal einen Joint, das vergisst Emily aber schnell wieder, als Maya ihr erzählt, dass sie im Garten ein paar Baumaßnahmen vornehmen. Hanna – früher mit ein paar Pfunden zu viel auf den Rippen – dagegen ist inzwischen das It-Girl an der Schule zusammen mit ihrer neuen besten Freundin Mona, die früher ein unscheinbares Mauerblümchen und eine Streberin ganz am Ende der Hackordnung war. Hanna lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter zusammen und ist voller Wut auf ihren Vater, der sie einfach sitzen hat lassen. Um sich gut zu fühlen, klaut sie mit ihrer besten Freundin teure Kosmetik und Accessoires. Spencer dagegen ist ein Streber am oberen Ende. Hübsch, erfolgreich und aus gutem Hause, will sie immer die Beste sein um ihre große Schwester Melissa irgendwie übertreffen zu können, weil sie ihr Leben lang in deren Schatten stand. Über die Sommerferien hat sie gearbeitet, Extra-Kurse belegt und die Scheune auf dem Grundstück ihrer Eltern umbauen lassen, damit sie dort einziehen kann. Doch ihre Schwester macht ihr mal wieder einen Strich durch die Rechnung, taucht mit ihrem Verlobten auf und zieht in ihr frisch renoviertes Loft ein, da ihre Privatsphäre wichtiger sei.

Am ersten Schultag nach den Sommerferien treffen sich die vier nicht nur wieder, die Ereignisse überschlagen sich förmlich. Aria erfährt, dass Ezra ihr neuer Englischlehrer ist, Jenna Marshall und Toby Cavanaugh tauchen wie Geister der Vergangenheit wieder auf und Alisons Leiche wird gefunden. Doch nicht nur das – die Mädels erhalten anonyme Nachrichten…von A. Doch wie kann ihnen eine Tote Nachrichten schreiben? Was ist im letzten Sommer passiert? Und warum hat man das Gefühl, dass hier einfach jeder lügt und etwas zu verbergen hat?

Die Mädchen versuchen fieberhaft heraus zu bekommen, wer A. ist und warum derjenige es auf sie abgesehen hat und was eigentlich wirklich mit Alison passierte. Doch so einfach wie sie dachten, wird es nicht. Jede von ihnen wird immer weiter (natürlich unter kompetenter Mithilfe von A.) in ihr eigenes Drama verstrickt, bis sie sich nur noch untereinander vertrauen können. Zumindest denken sie das, denn so sicher sein, kann man sich da eigentlich nie.


Um ehrlich zu sein, erinnert mich das Ganze stark an Gossip Girl mit einem anderen Setting und ein paar mehr Thriller-Elementen. Leider geht es mir hier auch ähnlich – wie bei einem Unfall egal welcher Art, bei dem man weiß, dass man da nicht hinschauen will, aber es gleichzeitig irgendwie muss. Man möchte die vier Mädels so oft einfach gerne nur am Kragen packen und sie schütteln oder ihnen wahlweise das Handy aus der Hand reißen und es gegen die Wand schmeißen – oder zur Polizei bringen, denn das würde eventuell auch mal ihre Probleme lösen. Wenn sie nur nicht denken würden, dass ihre Geheimnisse den Weltuntergang bedeuten würden. Wobei zugegebenermaßen einige ziemlich harte Sachen dabei sind, bei denen ich mich wiederum aber frage, warum die Mädels in dem Alter damit zu tun haben und sie sich eigentlich nie jemandem anvertraut haben.

Dennoch muss ich zugeben, dass ich mir wahrscheinlich auch die nächste Staffel anschauen werde, einfach weil ich wissen will, wie es weiter geht (das Unfall-Phänomen). Denn die Figuren sind trotz der oben genannten Sachen gut ausgearbeitet und die Schauspieler passen zu ihren Rollen. Vielleicht wird mir ja auch im Laufe der nächsten Staffel meine immer noch offene Frage beantwortet (SPOILER IM WUNDERLAND!) – wie konnte Alison so wahnsinnig beliebt werden und warum zum Henker waren sie denn mit ihr befreundet?

 

zum Trailer (dieser Link führt zu YouTube)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.