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Katrin Lankers – Verrückt nach New York. Willkommen in der Chaos-WG.

Teil 1 der „Verrückt nach New York“ Reihe


Maxi hatte sich alles so schön ausgemalt – mit ihrem Langzeitfreund Jens zusammen an ihrer Wunschuniversität Journalistik studieren und glücklich werden. Leider war Jens nicht der Meinung und machte kurz vor Studienbeginn mit ihr Schluss. Da Maxi auf gar keinen Fall an der gleichen Uni studieren konnte, flieht sie zu einem Praktikum nach New York. Sie hat ein Jahrespraktikum bei dem Lifestyle-Magazin Zeitgeist ergattert. Nachdem sie bei ihrer Ankunft feststellt, dass zumindest die Wohnsituation überhaupt nicht ihren Vorstellungen entspricht und sie da unbedingt wieder raus muss, setzt sie alle ihre Hoffnung auf ihren neuen Job. Doch auch hier wird sie nicht wirklich mit offenen Armen empfangen – sie hat das Praktikum noch gar nicht in der Tasche.

Sie muss sich einen Monat lang gegen Chris behaupten – Journalistik-Absolvent einer renommierten Uni, der nicht nur kurze Anstellungen bei berühmteren Medien als Zeitgeist vorweisen kann, sondern auch ein sehr geschniegelter Typ ist und ihr absolut unsympathisch. Zu allem Überfluss hat Leo, der Chefredakteur, auch noch eine absurde Idee, wie er die beiden gegeneinander antreten lassen will.

Sie sollen jeder einen selbstgewählten Blog betreiben und sich nebenbei noch ins Team einpassen. Am Ende des Monats würde entschieden werden. Maxi weiß nicht, wo ihr der Kopf steht. Quasi obdachlos und dann noch diese Schmach. Gut, dass Angel, die Team-Assistentin eine Idee hat. In ihrer Nachbarschaft ist ein Zimmer frei geworden. Die Besitzerin des Hauses Pinkstone (der Grund für den Namen ist nahe liegend – es ist pink angestrichen) verstarb vor ein paar Tagen und in dem WG-Haus ist ein Zimmer frei geworden. Die Mitbewohner seien zwar sehr chaotisch und das Haus werde wohl bald abgerissen, aber Maxi hat ja eh keine andere Wahl. So zieht sie in Pinkstone ein.

Doch drei Dinge hätte sie nie gedacht – dass sie ihre Mitbewohner ins Herz schließen würde, dass der Abriss von Pinkstone ihr nicht egal ist und dass Chris vielleicht doch nicht so schlecht ist wie angenommen…


Der Klappentext und das lustige Cover haben mich dazu angeregt, das Buch aus der Bibliothek auszuleihen. Leider muss ich sagen, dass es nichts von dem gehalten hat, was es versprach.

Es ist nett geschrieben, es liest sich flüssig und es ist bedingt unterhaltsam. Das war aber auch irgendwie schon alles. Die Geschichte hat eine Menge Potenzial, aber man hat das Gefühl, dass es nichts Halbes und nichts Ganzes ist. Die Nebenfiguren sind ganz nett, wir bekommen Hintergrundinfos, aber insgesamt bleiben alle Figuren, einschließlich der Protagonistin flach und ohne Tiefe. Die einzigen Charakterzüge, die ich an Maxi sehe, sind keine positiven. Sie ist so naiv, dass es nur noch zum Kopfschütten ist, hält sich aber für total abgeklärt. Sie ist egoistisch, stellt aber alles so dar, als würde sie anderen nur helfen wollen. Ab der Hälfte hatte ich nicht mal mehr richtig Lust weiter zu lesen, aber ich gebe Büchern immer eine Chance. Selbst das Ende war voraus zu sehen. Man mag denken, dass es vielleicht daran liegt, dass es ein Jugendbuch ist, aber nein, ich glaube nicht, dass es daran liegt. Es gibt sehr viel bessere, die ähnliche Themen behandeln.
Es ist ein Buch, dass als Unterhaltung nebenbei taugt, mit einer angedeuteten Liebesgeschichte.



Jugendliche, die wirklich nur ein bisschen nebenbei unterhalten werden wollen.


Verlag: coppenrath, 2015

ISBN: 978-3-6496-1758-7

Preis: 9,95 €

Paperback

Katrin Lankers wurde 1977 in Frankfurt am Main geboren. Ihre ersten beiden Bücher erschienen parallel zu ihrer Arbeit als Journalistin. Seit dem ersten ihrer Jugendbücher ist sie hauptberuflich Autorin. Sie lebt mit ihrer Familie in Bonn.

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