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Von Sonne, Ostern und Büchern. Leselaunen. Die Woche im Wunderland #44 & #45

Die Aktion „Leselaunen“ wird von Nicci vom Blog Trallafittibooks geführt.

In „Leselaunen“ schreiben Blogger über die buchigen und unbuchigen Erlebnisse ihrer Woche. Rückblickend wird über die aktuelle Lektüre, momentane Lesestimmung und alles, was so in der Woche los war, berichtet. Untermalt wird das Ganze noch von einem Zitat.


„Schriftsteller sind so zerbrechliche Wesen […], weil sie zwei Arten von Seelenqual kennen, also doppelt so viele wie normale Menschen:
den Liebeskummer und den ‚Bücherkummer‘.
Ein Buch zu schreiben ist, wie jemanden zu lieben: Es kann sehr wehtun.“

aus: „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joel Dicker


Mein momentanes Currently Reading ist:

  • „Der Freund der Toten“ von Jess Kidd
  • „Die verborgenen Stimmen der Bücher“ von Bridget Collins 

Außerdem höre ich grad:

  • „Mythos. Was uns die Götter heute sagen.“ von Stephen Fry

In den letzten beiden Wochen habe ich außerdem gelesen:

  • „Ellingham Academy. Was geschah mit Alice?“ von Maureen Johnson
  • „Liebe ist wie ein Rocksong“ von Teresa Sporrer
  • „Mord braucht keine Bühne. Kate Shackleton ermittelt.“ von Frances Brody
  • „Agathe“ von Anne Cathrine Bomann
  • „Die Vergessenen Sieben. Die Grimm-Chroniken, Band 13.“ von Maya Shepherd
  • „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joel Dicker
  • „Der Fall des verschwundenen Lords. Ein Enola Holmes Krimi.“ von Nancy Springer

Neuzugänge in den letzten beiden Wochen

  • „Zerbrechliche Dinge: Geschichten und Wunder“ von Neil Gaiman
  • „Das Ritual von London. Alex Verus, Band 2“ von Benedict Jacka


Sieben Bücher konnte ich in den letzten beiden Wochen beenden. Die Zahl an sich bedeutet mir nichts, aber ich freue mich so sehr über die Geschichten, die ich kennenlernen durfte.

Der Auftaktband zu Jugendkrimiserie „Ellingham Academy“ von Maureen Johnson hat mir recht gut gefallen. Der Schreibstil konnte mich überzeugen, auch der Fall an sich war gut ausgedacht. Allerdings habe ich mich über ein paar Entscheidungen gewundert, die die Autorin beim Verlauf der Geschichte getroffen hat. Stevie gefiel mir als Protagonistin am Anfang wirklich gut, doch ab der Mitte des Buches, nach einer solcher Wendungen, fiel es mir immer schwerer, die Verbindung zu ihr aufrecht zu erhalten. Dennoch werde ich die Serie weiter verfolgen, da es mir einfach Freude bereitet hat. 

„Liebe ist wie ein Rocksong“ von Teresa Sporrer ist der inzwischen neunte Band der Rockstars-Reihe. Zoey, Alex und ihre Freunde sind älter geworden und haben inzwischen Kinder. Kinder, die jetzt auch in diesem ganz speziellen Alter sind und sich mit Liebesdingen herumschlagen. Taylor ist die Tochter von Zoey und Alex, und ja, das merkt man. Es war einfach wundervoll wieder bei den Rockstars zu sein, ich hätte noch ein paar hundert Seiten mehr davon haben können. 

Frances Brodys „Mord braucht keine Bühne“ ist der zweite Band der „Kate Shackleton ermittelt“ Reihe. Ein englischer Cosy Crime zum Wohlfühlen, der sich gut weglesen lässt, sympathische Figuren mitbringt und sich wunderbar für einen gemütlichen Leseabend eignet. 

„Agathe“ von Anne Cathrine Bomann ist eine kurze Geschichte, die tiefer geht, als man vom Umfang her erwartet. Ein Psychologe, der die Tage bis zum Renteneintritt zählt, trifft auf eine neue Patientin, die sich nicht abwimmeln lässt und die ihm eine neue Sicht auf das Leben eröffnet. Traurig und tröstlich zugleich. 

Diese Woche war es für mich soweit – ich durfte den letzten Band der ersten Staffel der Grimm-Chroniken von Maya Shepherd vorab lesen. Ein würdiges Finale, über das ich mehr Worte in meiner Rezension verloren habe.

Wenn ich den Namen Holmes lese, werde ich ja meist schwach und die Bücher wandern wie von selbst in meine Hand. So auch mit dem ersten Band der Jugendbuchreihe rund um Enola, ihres Zeichens die kleine Schwester von Sherlock Holmes. Das junge Mädchen wurde von ihrer Mutter etwas anders erzogen, als die gesellschaftlichen Normen es so verlangen. Das ist ihren Brüdern ein Dorn im Auge und sie wollen sie unbedingt auf ein Internat schicken, damit sie Manieren lernen kann. Doch Enola hat anderes im Sinn und stolpert dabei in den Fall um einen verschwundenen Lord. Ob Sherlocks jüngere Schwester mit ihrer Gabe für Kombinationen und Kriminalfälle nichts nachsteht, wird jetzt auf die Probe gestellt. Ein netter Einstieg, für jüngere Leser auf alle Fälle geeignet, auch wenn der Schreibstil an manchen Stellen recht blumig und eher altmodisch anmutet. 

Außerdem durfte ich ein weiteres Jahreshighlight entdecken – „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joel Dicker ist einfach eines dieser Bücher. Eines, das so viele Emotionen aufwirbelt, an das man sich immer erinnern möchte und das einen sprachlos zurücklässt. Ich habe wie im Rausch an anderthalb Tagen die über 700 Seiten lange Geschichte um die Schriftsteller Marcus Goldman und Harry Quebert durchgesuchtet. Ich wollte und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Demnächst werde ich die anderen beiden Romane von Joel Dicker lesen. Mal schauen, ob mich „Die Geschichte der Baltimores“ und „Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ ebenso überzeugen können.  

Momentan habe ich drei Geschichten, die ich mir immer wieder vornehme. 

Bei „Mythos“ von Stephen Fry bin ich auf das Hörbuch umgestiegen und ich muss sagen, dass es für mich recht gut funktioniert und mir das Hören sehr viel Spaß macht. Die griechische Mythologie wird recht einfach und humorvoll erzählt und ich bin gespannt, wie es weiter verpackt wird. 

„Die verborgenen Stimmen der Bücher“ von Bridget Collins ist ein Buch, bei dem ich mir noch nicht ganz sicher bin, was ich davon halten soll. Es lässt sich schnell lesen, die Geschichte ist spannend und die Ansätze interessant, aber leider finde ich bisher keinen richtigen Zugang zu allem. Zu den Figuren nicht, zum Setting nicht, irgendwie erscheint mir alles recht farblos. Vielleicht ändert sich das noch, ich bin erst knapp bei der Hälfte angelangt. 

Jess Kidds „Der Freund der Toten“ ist eine weitere Empfehlung, die ich von einer Kollegin bekommen habe. Ich bin sehr gespannt und die ersten paar Seiten haben sich einfach zauberhaft gelesen. Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und poetisch. Es ist eine wahre Wonne bisher und ich hoffe, dass die Geschichte auf diesem Niveau bleibt. 

In den letzten beiden Wochen sind im Wunderland folgende Rezensionen erschienen:


Ja, und sonst so? 

Ostern! 

Ostern ist ein bisschen wie Weihnachten im Handel. Bücher sind neben Schokolade immer noch ein beliebtes Geschenk und daher hatte ich alle Hände voll zu tun und nicht mehr viel Zeit für irgendwas nebenbei. Das merkte man auch an der Anzahl meiner Blogbeiträge. Lesen ist für mich der Ausgleich und das Kätzchen kuscheln kann man da wunderbar zur gleichen Zeit.

 

Daher kommen die Leselaunen diesmal auch einen Tag später als sonst. Ich bin einfach ein bisschen aus der Zeit gefallen. Außerdem befinde ich mich noch auf Familienbesuch und verbringe meine Zeit daher auch etwas anders als sonst. Zum Beispiel die Sonne genießen und Apfelblüten bestaunen. Ich hoffe, ihr hattet alle zauberhafte Ostern! 

Folgende Beiträge sind in den letzten Wochen im Wunderland erschienen:


Wie war eure Woche denn so? Was habt ihr schönes gelesen?

Ich wünsche euch noch einen schönen restlichen Sonntagabend!

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