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Bianca Iosivoni – Sturmtochter. Für immer verboten.

Band 1 der Sturmtochter-Trilogie.


"Sie konnte ihm ansehen, dass er es müde war, für diese Familie zu kämpfen.
Aber vor allem war er es müde, gegen sich selbst zu kämpfen. 
Gegen die Kräfte, die in ihnen beiden schlummerten und sie zu tickenden Zeitbomben machten."

Schottland. Seit Anbeginn herrschen die fünf Clans über das Land. Fünf Familien, die die Kraft der Elemente besitzen. Sie üben ihre Macht im Verborgenen aus und schützen die Menschen vor Wesen, die ebenso machtbesessen wie gefährlich sind.

Avalee Coleman ist ein ganz normales 17jähriges Mädchen, lebt auf der Isle of Skye und wächst bei ihrem Vater und seinem Freund auf. Sie und ihre beste Freundin Brianna sind seit Kindertagen unzertrennlich und erzählen sich alles, wie das im Teenageralter eben so ist. Obwohl es in Avas Fall eher so sein sollte. Denn sie hat mehr als ein Geheimnis.

Als ihre Mutter ums Leben kam, war nicht wirklich ein Schiffsunglück der Grund. Sie wurde ermordet. Von Elementaren. Magischen Wesen, denen die Kraft eines der fünf Elemente innewohnt – Wasser, Feuer, Erde, Luft und Energie. Seit ihrer Kindheit wurde Ava von ihrem Vater unterrichtet und macht seit Jahren nachts Jagd auf die Kreaturen, die ihr ihre Mutter nahmen.

Doch nicht nur das verheimlicht sie vor Brianna. Auch ihre Beziehung zu Lance verheimlicht sie. Da diese eher spannungsgeladen als romantisch ist. Die beiden haben sich bei der Jagd besser kennengelernt und verfolgen seitdem gemeinsam das Ziel die Elementare auszulöschen. Dabei sind sie Vertraute, sonst gehen sie sich aus dem Weg.

Als Avas Vater sich aufgrund eines Vorfalls zu sehr in ihr Leben einmischt, flieht sie an einen Ort, der ihr gleichsam Angst und Ruhe einflößt. Dort trifft sie auf Jemanden aus ihrer Vergangenheit, den sie dachte, nie wieder zu sehen…und muss erkennen, dass sie selbst voller Magie steckt. Avas Leben wird komplett auf den Kopf gestellt und sie muss lernen, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.


An „Sturmtochter“ kommt man momentan in den sozialen Medien schwer vorbei. Auch ich konnte nicht widerstehen und wollte wissen, was an diesem Buch dran ist.

Mal abgesehen von dem ansprechenden Cover und des neugierig machenden Klappentextes natürlich. Der Untertitel „Für immer verboten“ ist für mich persönlich eher nichts, aber das ist ja immer Geschmacksache. Die Covergestaltung passt gut zur Geschichte, ist durch die Glitzerapplikation aber auch leicht verspielt.

Die Figuren haben mir insgesamt wirklich gut gefallen, auch wenn ich nicht mit allen warm wurde.

Ava ist ein toughes Mädchen. Einerseits erscheint sie wie ein typischer Teenager, andererseits hat sie auch sehr erwachsene Züge. Sie ist sehr emotional und scheint sich auch gern mal in Sachen reinzusteigern. An sich kommt sie relativ gut mit Problemen zurecht und die Sachen, mit denen ich nicht ganz so klar kam, hake ich mal unter „Charakter befindet sich in der Pubertät“ ab.

Brianna ist für Ava die beste Freundin, die es geben kann und ich finde, sie ergänzen sich gut. Die Beweggründe ihrer Familie verstehe ich dagegen nicht so ganz.

Lance ist ein relativ typischer mysteriöser Junge, der erst wie ein Bad Boy erscheint, aber dann immer mehr offenlegen muss. Ich mochte seinen Charakter am liebsten, da hier viel Potenzial drin steckt und auch einiges an Zwiespalt. Auf seine Entwicklung bin ich gespannt, fast noch mehr als auf die von Ava.

Mein Favorit unter den Nebencharakteren ist im Übrigen Avas Vater. Den finde ich großartig angelegt und kann ihn mir in meinem Kopfkino am lebhaftesten vorstellen. Ein granteliger Bär, der in meinem Kopf irgendwie einem Wikinger gleicht.

Bei den weiteren Figuren bin ich mir nicht so sicher, ob ich mit ihnen weiterhin klarkommen werde, das wird dann wohl der nächste Band in der Reihe zeigen.

Die Geschichte in „Für immer verboten“ nimmt sehr schnell Fahrt auf und gefühlt ist immer was los und das gleich an allen Ecken. Und da wäre ich auch schon bei meinem Kritikpunkt. Es war mir einfach zu viel. Nicht, dass ich überfordert oder der rote Faden nicht vorhanden war, im Gegenteil. Der Faden war in schreiender Signalfarbe und mit einer Menge Drama ummantelt. Ein paar ruhige Momente hätte ich ganz schön gefunden und hoffe, dass ich die vielleicht im weiteren Verlauf finden werde. Wer seine Geschichten dagegen gern richtig spannungsgeladen und dramatisch mag, der ist hier sehr gut aufgehoben.
Hervorzuheben ist dagegen die wunderbare Idee, die dahinter steckt. Die Geschichte der Clans, die Art der Magie und vor allem das Setting haben mich angezogen und im Bann gehalten. Sie sind auch der Grund, warum ich „Sturmtochter“ weiter verfolgen werde.

Zurück bleibe ich etwas zwiegespalten und unschlüssig, aber verzaubert von der Wildheit der schottischen Inseln und der Magie, die der Geschichte innewohnt.


Liebhaber für jugendlich-romantische, actionreiche und dramatische Urban Fantasy.


Verlag: Ravensburger

Erscheinungsdatum: 12. Juni 2018

ISBN:  978-3-473-58531-1

Preis: 14,99 €

Softcover, 480 Seiten

Bianca Iosivoni, geboren 1986, hat Sozialwissenschaften studiert und als Onlineredakteurin gearbeitet. Jetzt schreibt sie Bücher und fühlt sich besonders im Young und New Adult Bereich zu Hause. Ihre Urban Fantasy Reihe Soul Mates begeisterte die Leser. Sie ist sehr aktiv in den sozialen Medien und lässt ihre Leser am Autorenleben teilhaben.


Sturmtochter-Reihe

  1. Für immer verboten
  2. Für immer verloren (vsl. ET: Februar 2019)
  3. Für immer vereint (vsl. ET: September 2019)

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