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Nina MacKay – Dämonentage

Band 1 der Trilogie


„Ihre Mutter hatte behauptet, dass die Engel eines Tages auf die Erde zurückkehren würden, um den Dämonen Einhalt zu gebieten.
Dass alles besser werden würde mit den Jahren.“


Adriana Astara lebt in einer anderen Welt. An den letzten fünf Nächten eines jeden Jahres stehen die Tore zur Hölle offen, Dämonen können die Welt überschwemmen und Jagd auf Menschen machen.
Das 17jährige Mädchen kennt es inzwischen nicht anders und hat auch dieses Jahr versucht einen sicheren Platz zu finden. In der Villa eines Bekannten dürfen Adriana und ihre drei besten Freunde die Nächte verbringen.

Doch dieses Mal scheint alles anders zu sein. Adrianas Freunde verhalten sich ihr gegenüber seltsam und auch ihre Gastgeber sind nicht so wie erwartet.
Als dann auch noch ein Dämonenclan die Villa ins Visier nimmt, ist die Situation dabei aus dem Ruder zu laufen. Die Kreaturen aus der Hölle haben es aus unbekannten Gründen auf Adriana abgesehen und wollen ihren Tod. Doch urplötzlich taucht der Halbdämon Cruz auf und der Dämonenclan sucht das Weite. Adriana weiß nicht mehr, was sie glauben oder tun soll. Besonders, da ihre Entscheidungen nicht nur ihr eigenes Schicksal betreffen werden…


Das Cover. 

Ich mag die Cover, die die Bücher der Autorin zieren, irgendwie immer. Sie passen meist einfach sehr gut zur Geschichte, selbst abgebildete Personen sind immer ziemlich gut getroffen und da bin ich sehr kritisch. Außerdem wohnt dem Cover durch die Blumen eine gleichzeitig verspielte, aber auch irgendwie düstere Atmosphäre inne. Die Farbgebung gefällt mir sehr, auch wenn der Hintergrund hell ist. Hier passt es einfach.

Der Stil. 

Nina MacKays Schreibstil muss man mögen. Locker, mit viel Leichtigkeit und ebenso viel Humor, wobei eben dieser ja grundsätzlich Geschmacksache ist. Trotz dieser Eigenschaften schafft die Autorin es ernste Töne anzuschlagen. Mir persönlich gefällt ihr Stil von Buch zu Buch besser. „Dämonentage“ ist für mich das bisher erwachsenste Buch der Autorin und lässt auf die weiteren Teile hoffen.

Die Charaktere. 

Adriana Astara.
Adriana ist ein 17jähriges Mädchen, das den Großteil ihres Lebens von ihrer Mutter großgezogen wurde. Doch diese starb vor einer Weile. Da ihr Vater in ihrem Leben noch nie eine Rolle gespielt hat, ist sie nun allein und hängt ihr ganzes Herz an ihre drei Freunde. Diese sind ihre Familie und sie würde alles versuchen, um sie zu schützen. Besonders dies gefällt mir an ihrem Charakter. Egal, wie unsicher sie ist und wie wütend, sie möchte dennoch ihre Freunde beschützen. Ich finde es auch schön, dass sie charakterlich ziemlich ihrem Alter entsprechend dargestellt wird.

Rico, der beste Freund.
Eine Mischung zwischen Geek und Nerd und irgendwie dem netten Jungen von nebenan. Rico ist wie ein Bruder für Adriana und empfindet ähnlich für sie.

Dakota, die beste Freundin.
Das hübsche, blonde Mädchen. Leicht stereotyp, aber dennoch Adriana sehr zugetan. Zumindest war es bisher immer so – denn irgendwas ist seltsam an ihr seitdem die Dämonennächte begonnen haben. Doch Adriana weiß nicht, was eigentlich passiert ist…

Eloy, der heimliche Schwarm.
Dieser Charakter ist der einzige, der wirklich blass für mich blieb. Eigentlich schade, aber mehr als ein gut aussehender Junge scheint er nicht zu sein. Da war bisher kaum Persönlichkeit für mich fassbar, entweder ist das Absicht oder da kommt noch der große Knall.

Cruz, der Halbdämon.
Was soll ich sagen – Nina MacKay hat einfach ein Talent für Bookboyfriend-Material. Auch dieses Mal hat sie einen tollen Kerl geschaffen, von dem man noch ganz viel sehen und hören möchte.

Das Setting.

Portland, Oregon, die heutige Zeit. Aber von der Stadt erfahren wir eigentlich nicht viel. Meiner Meinung nach ist das Setting relativ austauschbar, das tut der Sache aber keinen Abbruch. Die einzelnen Orte, die für die Handlung relevant sind, sind sehr gut dargestellt und so bildlich, dass man sich alles wunderbar vorstellen kann.

Die Geschichte.

Dämonen, Menschen und Engel – eigentlich eine relativ bekannte Mischung in der Literatur. Dennoch schafft es Nina MacKay etwas ganz neues daraus zu machen. Die Idee der Dämonennächte am Ende des Jahres, das Geheimnis, welches Adriana umgibt, die Beziehungen unter den Charakteren, heben dieses Buch ein bisschen von den anderen ab.
Die Persönlichkeiten sind wunderbar ausgearbeitet und wachsen einem ziemlich schnell ans Herz. Das ist das Besondere an Nina MacKays Büchern – die Figuren sind greifbar und menschlich. Und oft mit einem schrägen Humor gesegnet. Der auch an den denkbar ungeeignetsten Stellen herauskommen kann.
Die Geschichte an sich nimmt relativ schnell Fahrt auf und besonders am Anfang geht alles Schlag auf Schlag. Zum Glück bekommt man aber auch als Leser mal einige Verschnaufpausen. Abwechselnd kaut man vor Spannung fast die Seiten an und kann dann wieder ein bisschen durchatmen. So geht es bis zum Ende. Gespickt ist das ganze von einigen Wendungen, die mir richtig gut gefallen haben (auch wenn sie manchmal nicht ganz unerwartet kamen) und die Spannung für den nächsten Teil erhöhen.

Das Fazit.

Urban Fantasy mit einem Schuss Romantik und Suchtpotenzial – Nina MacKay hat auch mit „Dämonentage“ ihr Händchen für wunderbare Figuren und tolle Geschichten bewiesen.


Verlag: Piper

Erscheinungsdatum: 02.10.2018

ISBN: 978-3-492-28183-6

Preis: 14,00 €

Klappenbroschur, 400 Seiten

Genre: Fantasy, Romantasy

Nina MacKay ist im wahren Leben Marketing Managerin und hat eine ausgeprägte Schwäche für Kaffee. Ihr größtes Hobby ist das Schreiben. Beim Piper Verlag hat sie außerdem „Plötzlich Banshee“ und „Teenie Voodoo Queen“ veröffentlicht.

 

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